Freitag, 13. Juli 2007

Wirklich amerikanisch


Hier meine Liste der 10 amerikanischsten Dinge:

1. Ohne ein ‚How are you doing? – Thanks, fine, and how are you?’ geht nichts! Deutsche Ansagen wie „Good morning, I want to pay the gas.” oder ähnliches stoßen auf basses Erstaunen. Im Englischen heißt das: to make rapport. In Beziehung treten.

2. Wer sich am Tresen ein schnelles Bier bestellt und die 2 Dollar 50 sauber abgezählt auf den Schanktisch legt, braucht sich nicht wieder blicken zu lassen: mind. 15% Tipp sind fällig, da sogar Barkeeper i.d.R. kein Gehalt bekommen.

3. Wer Tabletten braucht und in die Apotheke geht, muss sich vorher mit allen Stammdaten schriftlich registrieren lassen. Bearbeitung: 15 Minuten.

4. Etwa 10 bis 20% eines Arzthonorars zahlt man selbst – vorausgesetzt, man ist überhaupt versichert. Menschen ohne Versicherung gehen in Armenhospitäler, wo bis zu 10 Stunden Wartezeit anfallen und auf dem Flur geschlafen wird.

5. Bei MacDonalds gibt es ein festes One-Dollar-Menü: Cheeseburger für $1.09 und Small Fries(Pommes) für $1.09. Das ist mein Notfall-Essen :-)

6. Change ist das begehrteste Gut in der Stadt. Niemand gibt Geld raus. Ohne Quarters kann man nicht Bus oder U-Bahn fahren, nicht telefonieren, nicht Schwimmen gehen, nicht aufs Clo.

7. Einen Bagel oder ein Bier mit Kreditkarte zu bezahlen, ist üblich. Alles läuft über Credit-Card.

8. Im Supermarkt an der Kasse wird der komplette Einkauf vom Kassierer verpackt. Vorausgesetzt, Du hast das Spiel ‚How are you doing today? Oh fine!! – And how are you?’ mitgespielt. Sonst kannst Du Deinen Scheiß selbst einpacken.

9. Ich hab seit meiner schweren Kindheit :-) nicht mehr so viel freundlich gelacht wie hier! Ein absolutes Muss! Die härtesten Mutterschänder, Hells Angel-Mitglieder, Anwälte oder Businessleute lächeln erst breit, werden dann ernst - und sprechen. Keine Chance für Männer aus Männergruppen, die beschlossen haben, nie mehr zu lächeln. Also Jungs!

10. Mein Empfinden ist: Mut wird hier belohnt! Zwei Beispiele: Jemand, der sich schnell zeigt, offen ist, trifft auf freundliche und offene Gesichter. Jemand, der etwas auf der Straße vorführt, findet immer interessiertes Publikum. Gefällt mir.

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